Der fünfte Festivaltag widmet sich der verdichteten Kommunikation. Sprache erscheint hier in einer ihrer konzentriertesten Formen: der Poesie. Sie arbeitet mit Reduktion, Rhythmus und präziser Setzung und vermag aus wenigen Worten ein Maximum an Ausdruck und Bedeutung zu gewinnen. Während sich Bedeutung in Werken von Georg Friedrich Haas oder Kali Malone über Zeit, Wiederholung und klangliche Kontinua entfaltet, entsteht sie hier durch Zuspitzung und Begrenzung – als eine Form maximaler sprachlicher Kompression.
Diese Verbindung von Sprache und Klang wird im Konzert der King’s Singers unmittelbar erfahrbar. Im mehrstimmigen Gesang zeigt sich, wie eng sprachliche Bedeutung mit ihrer klanglichen Realisierung verbunden ist: Rhythmus, Betonung, Artikulation und Intonation prägen das Verstehen ebenso wie der eigentliche Text. Das gesprochene beziehungsweise geschriebene Wort wird durch die Musik erweitert und erhält zusätzliche Ebenen von Ausdruck und Wahrnehmung.
Das genaue musikalische Programm der King’s Singers wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
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